Die INTENSE-Studie

In der INTENSE-Studie möchten wir herausfinden, ob Menschen mit einer schweren Lähmung infolge einer Rückenmarksverletzung digitale Geräte mithilfe von Hirnsignalen bedienen können. Dabei testen wir eine neue Art von Hirnimplantaten. Wir möchten untersuchen, ob sich mit diesem neuen Implantat die Geschwindigkeit und Effizienz bei der Bedienung digitaler Geräte verbessern lassen. Außerdem möchten wir herausfinden, ob das Erlernen des Systems schneller gelingt, wenn wir kleine elektrische Impulse an das Areal des Gehirns geben, das für das Empfinden der Hand zuständig ist.

 

Wir verwenden hierfür das INTENSE-System. Dieses System misst Hirnsignale mithilfe von Messelektroden. Diese Messelektroden liegen unter dem Schädel auf der Oberfläche des Gehirns. Sie sind mit einem Verstärker/Sender verbunden, der auf dem Schädel unter der Haut platziert wird. Ein Empfänger überträgt die Hirnsignale dann über ein Kabel an einen Computer. Der Computer übersetzt diese Signale in verschiedene Befehle, mit denen sich digitale Geräte (z. B. ein Tablet oder Smartphone) bedienen lassen.

 

Langfristig möchten wir erreichen, dass die Teilnehmenden das System selbstständig zu Hause nutzen können.

Die Messelektroden (das rote Rechteck rechts) werden operativ auf der Oberfläche des Gehirns platziert. Der Verstärker/Sender wird auf dem Schädel unter der Haut eingesetzt (der weiße Kreis auf der linken Seite). Das Kabel, das die Messelektroden mit dem Verstärker/Sender verbindet, verläuft ebenfalls unter der Haut.

Der Empfänger wird auf dem Kopf platziert. Er überträgt die Hirnsignale über ein Kabel an einen Computer. Auf dem Computer läuft ein Programm, das die Hirnsignale in verschiedene Befehle übersetzt, die zur Kommunikation genutzt werden können.